DATEIPROTOKOLL / UNABHÄNGIGER EMPFANG
Payload, AES und Rückgewinnung
Vom Text zum Pfad
UTF-8-Payload → optional PCCC mit CRC-16 → deterministisches AES-SIV → Vorzeichen der Gauß-Koeffizienten → Synthese → numerische Stützstellen. Die Nutzdaten werden mit Nullbytes auf die verfügbare Kapazität aufgefüllt. Ihre ursprüngliche Bytelänge wird in der öffentlichen Dateikonfiguration gespeichert.
Direktmodus: Kapazität = B/8 UTF-8-Bytes
zᵢ = (2cᵢ−1) · |gᵢ|, gᵢ ~ N(0,1)
Im fraktionalen Modell werden Beträge oberhalb der ursprünglichen probabilistischen Schranke ρ erneut gezogen. HKDF-SHA256 leitet aus dem 256-Bit-Masterschlüssel drei getrennte AES-256-Teilschlüssel ab: CMAC/S2V, CTR-Verschlüsselung und Gauß-Beträge. AES-SIV berechnet den synthetischen IV nach RFC5297 aus der vollständigen codierten Nachricht und der Synthesefamilie, J, H, dem Codeprofil und der Nutzdatenlänge. Es gibt keinen zufälligen Nonce. Die Beträge entstehen mit Box–Muller aus einem getrennten deterministischen AES-Strom. Alle K Vorzeichen sind Kanalbits. Gleiche Eingaben liefern dieselben Koeffizienten, Samples und Pfaddateien. Die Auflösung N geht nicht in den Koeffizientenstrom ein: bei gleichem J tastet ein größeres N denselben Pfad dichter ab. Fractional-Pfad und farbige Differenzen verwenden dieselbe zugrunde liegende Koordinatenfolge.
Empfang aus gespeicherten Samples
Die JSON-Datei enthält Profil, Modellfingerabdruck, N/J/B/H, Codierungsmodus, synthetischen IV, Payloadlänge und Samples. Keine ursprünglichen Gauß-Koeffizienten, keine Quellbits, kein Schlüssel und kein Referenztext. Der 16-Byte-SIV-Tag steht als öffentliche Protokollmetadatei außerhalb der K Gauß-Kanalbits. Der Decoder benötigt ausschließlich die Pfaddatei mit diesen Metadaten und den getrennten AES-Schlüssel.
Lᵢ = −clip(32 ẑᵢ, −40, 40) · (1−2kᵢ)
Die skalierten Koeffizienten sind heuristische Softwerte, keine kalibrierten Log-Likelihood-Ratios. Im Direktmodus wird nur das Koeffizientenvorzeichen entschieden und der Keystream zurückgenommen. Senderreferenzen werden erst nach dem Empfang für BER-Messungen benutzt; beim unabhängigen Import bleibt die wahre BER unbekannt.
Primärquelle: RFC5297, AES-SIV und deterministische authentifizierte Verschlüsselung
Grenzen des Profils
Nach der optionalen PCCC-Korrektur wird das vollständige Codewort erneut codiert und gegen den AES-SIV-Tag geprüft. Nur authentifizierte neue Payloads werden als Nachricht angezeigt. CRC-16 bleibt eine separate Kanalfehlerprüfung. Alte zufallsbasierte v1-Dateien sind weiterhin empfangbar und ausdrücklich als Legacy gekennzeichnet. Identische Eingaben bleiben bei deterministischer Verschlüsselung als Wiederholungen erkennbar. Die Pfadvorschau ist kein Bilddecoder: Screenshot, Rasterung oder Drucken verändern den Kanal. Parameteränderungen verändern keinen bereits gespeicherten Pfad.
AES-CTR als XOR-Stromchiffre
Die Turbo-Codebits werden bitweise mit dem AES-CTR-Schlüsselstrom XOR-verknüpft. AES verarbeitet dafür die Counterblöcke und erzeugt den Schlüsselstrom. Die Codewortlänge und die Zuordnung der Bitpositionen bleiben erhalten.
Empfang: ĉ ⊕ k = Turbo(u) ⊕ e
Softwerte: Lᵢ → (1−2kᵢ)·Lᵢ
Ein Kanalbitfehler bleibt nach der XOR-Rücknahme genau ein Fehler an derselben Stelle. Die Rücknahme verursacht keine Fehlervervielfachung. Erst danach korrigiert der Turbodecoder das Codewort.
Das aktuelle Brownian-Profil verwendet zusätzlich AES-SIV: CMAC/S2V bestimmt den deterministischen Startwert und prüft nach der Kanaldecodierung das rekonstruierte Codewort. Diese zusätzliche Authentifizierungsprüfung ist von der CTR-XOR-Maskierung zu unterscheiden. Sie kann eine fehlerhafte Nachricht vollständig zurückweisen; sie verteilt deren Bitfehler nicht auf andere Bitpositionen. Reines AES-CTR-XOR enthält diese zusätzliche Prüfung nicht.